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Erweiterung des Further Maristen-Gymnasiums im Plan – fertig bis Pfingsten 2015 – Baubetreuung durch das KWS

10.06.2014

Das Maristen-Gymnasium in Furth bei Landshut wird derzeit auf einem fast 2.000 m² großen Gelände erweitert. Christoph Müller, der kommissarische Leiter, spricht von einem Schulcampus, der entsteht. Im neuen Gebäude sollen unter anderem gebundene Ganztagsklassen, eine Mensa als Multifunktionsaula für Veranstaltungen verschiedenster Art mit einem zur Bühne umzuwandelnden Musiksaal, eine Bibliothek sowie Computer-, Natur- und Technikraum Platz haben. Fertig soll alles bis Pfingsten 2015 sein. Die wirtschaftliche Baubetreuung obliegt dem KWS Regensburg.

Ende 2013 war der Grundstein für das Projekt gelegt worden. Bisher habe die Baustelle den laufenden Unterricht nur sehr wenig beeinträchtigt, da sich die Arbeiter nach den schulischen Abläufen richten würden, freut sich Christoph Müller. Sein Dank gilt insbesondere dem Landkreis Landshut, der Regierung von Niederbayern und der Schulstiftung der Diözese Regensburg, die die Investition in die Zukunft der jungen Generation im Wesentlichen ermöglicht hätten. Immerhin sind die Kosten auf etwa 13 Mio. € veranschlagt.

Zulauf wegen Ganztagsklassen
Das Maristen-Gymnasium erhält aktuell großen Zulauf. Für das kommende Schuljahr lägen laut Müller 84 Neuanmeldungen vor. 30 davon hätten sich für das Ganztagsangebot entschieden. Besonders im ländlichen Raum sei der Bedarf an sogenannten gebundenen Ganztagsklassen groß, pflichten die Lehrerinnen Birgit Wegener und Friederike Albiez ihrem Schulleiter bei. Das Further Gymnasium sei das einzige in der Region, für das eine entsprechende Ganztagsklasse von der fünften bis zur zehnten Jahrgangsstufe genehmigt sei.

Im jetzt entstehenden Anbau wird es für die Ganztagsklassen jeweils zwei Räume geben – einen größeren und einen kleineren, die durch ein Sichtfenster miteinander verbunden sein werden. So sei stilles Lernen ebenso wie Gruppen- und Partnerarbeit gleichzeitig möglich; eine einzige Lehrkraft könne die Aufsicht führen.

Die neue Mensa ist so ausgelegt, dass 250 bis 300 Essen pro Tag über den Tresen gehen können. Außerdem kann die Mensa zum Zuschauerraum der künftigen Aula umgewandelt werden; zur Bühne wird der Musiksaal, indem man eine Schiebetüre öffnet. Multifunktionalität auch in den Klassenzimmern: Man hat sich gegen Smartboards entschieden und für ein flexibles Schienensystem mit verschiedenen Arten von Tafeln. Diese können zur Gruppenarbeit mit an die Tische genommen werden. Erstmals wird, so Christoph Müller, im nächsten Schuljahr eine Tablet-Klasse eingerichtet werden. Ferner werden in der neuen Bibliothek zusätzlich zu Lexika, Enzyklopädien und Klassikern zunehmend digitale Medien, vor allem auf dem Zeitschriftensektor, Einzug halten.

Klares kirchliches Profil
Bei alledem soll die körperliche Ertüchtigung nicht zu kurz kommen. Außer wie derzeit schon in der fünften Jahrgangsstufe soll auch in der sechsten, siebten und achten je 50 % des Fußballtrainings vom Sportlehrer an der Schule und von speziell ausgebildeten Stützpunkttrainern, beispielsweise von Markus Weinzierl vom FC Augsburg, übernommen werden. Und letztlich soll das kirchliche Profil des Gymnasiums weiter geschärft werden. Ein Freilichtgottesdienst unter dem Motto „Chillen mit Gott“ begeisterte die Schüler jedenfalls schon einmal.