Berichte

Richtfest für die Domspatzen-Grundschule

15.06.2012

„Froh versammelt, Ihr Richtfestgäste, lasst Euch grüßen aufs Allerbeste. Und hört nach altem Brauche an, oben vom Dach den Zimmermann.“ – Froh konnten die Gäste, unter Ihnen Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller und Bürgermeister Gerhard Weber, über den derzeitigen Stand des Grundschulneubaus für die Regensburger Domspatzen sein. Das Richtfest am 11. Juni 2012 markierte die Halbzeit.

Laut Architekt Joachim Peithner liegen die Arbeiten insgesamt gut im Zeitplan. Zu Beginn des Schuljahres 2013/14 sollen die Kinder von ihrem jetzigen Schulort Pielenhofen, wo am denkmalgeschützten Klostergebäude eine umfassende Sanierung erforderlich wäre, nach Regensburg umziehen. Das Katholische Wohnungsbau- und Siedlungswerk steuert als Baubetreuer das Projekt.

Das neue Grundschulgebäude, das direkt neben dem Musikgymnasium der Domspatzen entsteht, soll für dessen Nachwuchs sorgen. Konzipiert und von der Regierung genehmigt ist eine zweizügige Bildungseinrichtung, also insgesamt acht Klassen mit jeweils 25 Jungen. 200 Schüler können die großzügigen und lichtdurchfluteten Räumlichkeiten in Anspruch nehmen. Und die sind vielfältig. „Wir wollen an unserer Schule nicht nur Musik bieten, sondern Musik plus“, sagte beim Richtfest Rektorin Petra Stadtherr. Denn neben den normalen Unterrichts- und Gruppenräumen werden Werkräume, ein Mehrzweckraum, eine Zweifachturnhalle mit Außensportanlagen und natürlich Räume für die musikalische Früherziehung geschaffen.

„Die Schüler von heute sind die Träger des gesellschaftlichen Lebens von morgen“, erklärte Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller. Weiterhin äußerte er, dass ein Kind in erster Linie eine unbeschwerte Kindheit genießen müsse und auf keinen Fall nur als Lernsubjekt gesehen werden dürfe. Dass hierzu die räumliche Nähe zum Gymnasium der Domspatzen nur vorteilhaft ist, darin waren sich alle Redner einig. Frühzeitig könnten die Kleinen Vertrauen zu den Großen schöpfen. Auch der mögliche Übertritt auf die weiterführende Schule sei dann nicht völlig neu, so Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller.

Bis zur Fertigstellung des Baus an der Regensburger Reichsstraße müssen sich die Schüler nun noch ein Jahr gedulden. Sie dürften es kaum erwarten können, wenn des Zimmermanns Reime zutreffen: „Lasst das neue Schulhaus fein / Ansporn zu edlem Fleiße sein! / Schon bald wird man hier unterrichten / von Gott, der Welt und diversen Pflichten. / Ihr Kinder, entflieht dem Müßiggang, / besucht die Schule völlig ohne Zwang.“ | femo